Natural Horsemanship & Pferdetraining
Kommunikation zwischen Mensch und Pferd

Bodenarbeit ...

... was ist das eigentlich? Alle reden darüber, doch worum geht es hier, was beinhalten die Lektionen?


Bodenarbeit ist ein weites Feld. Es umfasst alle Aktivitäten, bei denen der Mensch das Pferd vom Boden aus anleitet und ausbildet. Dazu gehören zum Beispiel die Handarbeit, das Longieren, das Gymnastizieren, Zirkuslektionen und Gelassenheitstraining (Desensibilisierung). Im Horsemanship spricht man u. a. von den 7 Spielen nach Pat Parelli. Diese bilden die Grundlage am Halfter Seil und sind die Basis der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd.


Für Jungpferde oder Fohlen ist die Bodenarbeit der erste wichtige Schritt, sich an den Menschen zu gewöhnen und Vertrauen aufzubauen. Jedes Fohlen sollte lernen, sich anfassen und führen zu lassen. Hiermit kann man gar nicht früh genug anfangen. Bodenarbeit ist somit ein essentieller Bestandteil für die weitere Ausbildung. Allerdings darf man die Fohlen oder jungen Pferde nicht überfordern. Kurze, knackige Trainingseinheiten mit langen Pausen überfordern das Pferd nicht und halten es neugierig und zugewandt dem Menschen gegenüber.

Um die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd aufzubauen und (junge) Pferde auf das Reiten oder Fahren vorzubereiten, beginnt man mit dem Führtraining, der Arbeit an der Longe und später auch an der Doppellonge. Die Bodenarbeit ist die Basis und bereitet das Pferd auf die später folgende Arbeit vom Pferderücken aus vor. 


Ist Dein Pferd gelangweilt oder faul?

Bodenarbeit kann auch eine willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Trainingsalltag unter dem Sattel sein. Ebenso kann das Pferd ohne Reiter am Halfter und Seil durch gezielte gymnastizierende Übungen Muskeln aufbauen. Dies kann nicht nur beim Antrainieren nach einer Verletzungspause hilfreich sein sondern es sollte vielmehr ein essenzieller Bestandteil sein, bevor man anfängt, das Pferd zu reiten. 

Vor allem kann die Bodenarbeit dazu genutzt werden, das Vertrauen eines Pferdes zu gewinnen.